Phasen der Umsetzung des Projektes

 

1. Phase: Jän. 2001- Sept. 2002

 

Konzeptentwicklung und Planung :

 

Rohkonzeptentwurf und erste Ideensammlung

Dez.  2000:             Interessensabwägung mit der Gemeinde, Festlegung der Wegstrecke, ...

Apr. 2001:             Beginn der Planungsphase

Studium der landschaftsökologischen Voraussetzungen des Hausruckgebietes   

bzw. der regionale Gegebenheiten im Besonderen (Geologische Entwicklung und Aufbau des Gebietes, Klima, Hydrologie, Bodenkunde, Fauna und Flora, regionalspezifische  Besonderheiten (Einbruchgebiete, veränderte Wasserwege, Rutschungsgebiete, Kohleausbrüche ...)

Juni 2001:             Ideensammlung durch die örtlichen Volksschulkinder (zeichnerisch)

Juli 2001 –             Planung des Weges:

Inhaltliche Schwerpunktsetzung 

Themenbereiche wie z. B.: regionale Tier und Pflanzenwelt, die Entstehung von Leben,

Kreislauf der Natur, Wie entstand der Hausruck?, Klangwelten, Geräusche des Waldes,

Wasser – Reinigung und  Quellaustritt, der Geschmack und Geruch des Waldes, Wie sieht der Wald von unten aus – Innenleben? ... (s. Planungsmappe)

Pädagogische Schwerpunktsetzung

erlebnisorientiert, handlungsorientiert, interaktiv, prozessorientiert, kreativitätsfördernd, Förderung der Eigen- bzw. der Fremdwahrnehmung, spielerischer Aufbereitung von inhaltlichen Themenbereichen, vielseitige Bespielbarkeit von Geräten, Mit allen Sinnen lernen, ... (s. Planungsmappe)

Feb. 2002:             Fertigstellung der Planung

 

Vorbereitung/ organisatorische Planung: Projektträger, Finanzierungsmöglichkeiten:

 

März 2002:                Präsentation für die Gemeinde Zell, Klärung der organisatorischen Wege bzw. eines vorläufigen Zeitplans, Kostenaufstellung

3. April. 2002:             Präsentation für den Projektmanager der Leader-Region (Th. Kibler)

23. April. 2002:            Begehung mit den Grundbesitzern und Klärung der Benützungsmöglichkeiten des Weges bzw. der notwendigen Waldflächen

Juni. 2002:                 Bewertung des Projektes durch die Hausruckgemeinden im Rahmen einer Leaderbesprechung zu Projektentwicklungen in der Region (sehr gute Beurteilung)

8. Juli. 2002:              Begehung mit dem Naturschutzbeauftragten des Landes zur Klärung einer möglichen Förderung

                                    Klärung zusätzlicher Fördermöglichkeiten mit dem Leaderprojektmanager

Juli 2002:                   Detailplanung der Spielgeräte

August 2002:             Behördliche Überprüfung der Spielgeräte (Schutzbestimmungen) und Abnahme

 

September 2002:             Vorbereitung der Umsetzungsphase

 

2. Phase: Oktober 2002 – Juni 2003

 

Präsentation der Gemeindebevölkerung, Einbindung der örtlichen Vereine und öffentlichen

Institutionen (Kindergarten, Schule) und der Gewerbebetriebe

 

Okt. 2002:    Präsentation der Gemeindeöffentlichkeit (eine Planungsmappe liegt zur öffentlichen

Einsicht bereits seit März auf und die Vereinsvorstände wurde bereits von diesem

Projekt informiert)

                        (allgemeine Begehung und Einführung in das Projekt und in die Rahmenbedingungen 

                        der Umsetzung, Bewertung durch die Gemeindeöffentlichkeit, Bauplaneinsicht und

Einteilung der Bauaufträge)

Okt. – Nov. 2002:            detaillierte Projektbesprechung in den Vereinen bzw. örtlichen Institutionen und

Gewerbebetrieben, Klärung der Bauaufträge bzw. der Gestaltungsmöglichkeiten, Begehung der Baubereiche, Materialklärung -> Materialbeschaffung (vorrangig bei Gewerbebetrieben der Region), zeitliche Rahmenbedingungen, Hinweise auf die Schutzbestimmungen der Geräte, Dokumentationshinweise, Präsentationsmöglichkeiten des Vereins im Rahmen des Weges und Klärung über zukünftige Betreuung der Geräte (Patenschaften durch Vereine oder Privatpersonen)

Okt. – Feb. 2002:             Schaffung der Baubedingungen zur Aufstellung der Geräte (Wegbefestigung,

Bepflanzung, Ausweisung der zu bebauenden Bodenfläche und Vorbereitung

(Verankerungsvorrichtungen für Geräte, Bodenbearbeitung bei speziellen

Schutzbestimmungen (s. Fallhöhe) , ...

Feb. 2003: Besprechung über Fortgang und mögliche Probleme mit den beteiligten Vereinen und Institutionen,

                        Beginnenden überregionale Bewerbung des Weges bzw. der  Eröffnungsfeier

März – Mai 2003: Weggestaltung mit den Geräten und Stationen

 

 

Ende Juni 2003: Kicha – Tage (Kreativworkshop):

Diese Projekttage werden zur Fertigstellung und Ausgestaltung durch die Kinder bzw. Jugendlichen abgehalten.

Parallel dazu sind die Vereine bzw. Patenträger von Geräten aufgerufen für die Wiederaufstellung (soweit notwendig) und Pflege des Weges einzutreten. Die „Kicha-Tage“ werden jährlich fortgesetzt. Sie dienen der Revitalisierung und Erweiterung und Neu-/Ausgestaltung des Weges. Getragen werden diese „Kicha-Tage“ vorrangig von der Volkschule und dem Kindergarten des Ortes (Einbindung der Vereine, Gemeinde, Projektbetreuer, ...) Abschluss der „Kicha-Tage“ findet mit der

 

Eröffnung der Weges „Wald der Kinder“ mit einem überregionalen „Fest der  Kinder“ statt.

 

(Möglicherweise kommt es zur Rückstellung bestimmter Planungsabsichten (einzelner Geräte) bis Ende Juni 2004, da die Umsetzung  aus finanziellen oder zeitlichen Bedingungen nicht bis Juni 2003 zu bewerkstelligen ist. Hier wurde bereits eine Absprache mit der Projektplanung getroffen,  wie eine sinnvolle Staffelung der Umsetzung auf 2 Jahre aussehen könnte ohne die grundsätzliche Umsetzung und den festgelegten Eröffnungstermin des Weges im Juni 2003 nicht zu gefährden.)

 

3. Phase: Folgejahre

 

Erhaltung, Erweiterung, Wartung des Weges

 

In den Folgejahren findet alljährlich im Frühjahr der Kinderkreativworkshop „Kicha-Tage“ (sie werden vorerst als örtliches Angebot abgehalten, sollte jedoch eine überregionale Konzeption erhalten) statt, die als Initationsphase für die Gestaltung, Pflege, Erweiterung und Bewerbung des Weges genutzt werden soll. Diese „Kicha-Tage“ beinhalten parallel zu dem Angebot für Kinder den Weg auch aktiv mitzugestallten, die Wiederaufstellung der Geräte (soweit notwendig), Wartungs- und Pflegearbeiten seitens der Vereine bzw. Patenträger von Geräten und Stationen.

Durch die Bauaufgabe bei Erstellung des Weges, und den daraus folgenden Patenschaften von einzelnen Geräten und Stationen durch Vereine, öffentlichen Institutionen, Gewerbebetrieben oder Privatpersonen, sowie deren Präsentationsmöglichkeiten am Weg selbst und die Mitgestaltung durch die Kinder und Jugendlichen, soll eine möglichst intensive Identifikation seitens der Gemeindeöffentlichkeit mit dem Weg entstehen, die jährlich mit den „Kicha-Tagen“ neue Impulse erhalten soll, um eine Pflege, Weiterentwicklung und Nutzung des Weges in hohem Maße zu gewährleisten.

Frühe Bewusstseinsbildung für Kinder und Jugendliche

 

Mit diesem Projekt ist es möglich für Kinder und Jugendliche neue Rahmenbedingungen zu schaffen, die eine positive Entwicklung ihrer Persönlichkeit und ihrer Fähigkeiten unterstützen helfen. Er gibt den Kindern zusätzlich die Möglichkeit ihre natürliche Umwelt ´Hausruck` zu erleben und sich selbst in Bezug zur Region zu setzen.

 

Die Planungsmappe macht bereits den besonderen Schwerpunkt im Bereich der Bildung deutlich. Aufgrund meiner Erfahrungen im sozialen Jugendbereich ist mir bewusst geworden, von welcher Wichtigkeit frühe individuelle Erfahrungs- und Erprobungsmöglichkeiten in der Natur sind, nicht nur für eine  spätere Identifikation mit der Region und eine Wertschätzung der Natur, sondern auch um wichtige Impulse im persönlichen und sozialen Bereich setzen zu können und eine positiven Lebensgestaltung damit zu fördern.

Bei der Wegplanung wurde daher neben den inhaltlichen und bewusstseinsbildenden Schwerpunkten zur Region bzw. zur Natur besonderer Wert auf die Gestaltung von verschiedensten Spiel- und Erfahrungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendlichen (ganzheitlich – kreativ,  schöpferisch und phantasievoll, sich im Kontext der natürlichen Umgebung wiederfinden, veränderbar und prozessorientiert,  das breite Erfahrungsfeld der Sinne fördernd,...) gelegt, die eine positive Entwicklung im Bereich ihrer Persönlichkeit, ihren individuellen Fähigkeiten und ihrer Sozialisation  fördern. Gerade die Möglichkeit als Kind und Jugendlicher vielfältigste Erfahrung in diesen Bereichen in und mit der Natur zu machen, stellt den Grundstein dar, für eine nachhaltige Bewusstseinsbildung im Bereich Umwelt- und Naturschutz, Wahrung der natürlichen Ressourcen und Identifikation und Wertschätzung der Region. (Den genauen Aufbau, die unterschiedlichen Erfahrungsfelder und Schwerpunkte der einzelne Geräte oder Stationen, können sie der Planungsmappe entnehmen.)

„Eine intensive Eigenwahrnehmung, eine sensible Naturerfahrung und die Fähigkeit seine Umwelt kreativ mitzugestalten sind wichtige Bausteine für eine positiven Entwicklung des Kindes, dessen spätere Wertschätzung für die Natur und die Fähigkeit als Erwachsener sein Leben individuell zu gestalten“.

 

 

Orientierung an regionalen und natürlichen Gegebenheiten,

sowie die kreative Entwicklung der Geräte und Stationen:

 

Die Gestaltung des Weges nimmt starken Bezug auf die natürlichen Gegebenheiten sowie auf die regionalen Besonderheiten des Hausruckgebietes. So sind beispielsweise das der geologische Aufbau des Pettenfirst (Hausruck), die regionale Vegetation und die typische Tierwelt unserer Hausruckregion , die besondere Geländeoberfläche, Wasser als Lebensgrundlage, ... eingebunden und spielerisch aufbereitet

 

Besonderer Wert innerhalb der Planung wurde auf eine Entwicklung „aus den natürlichen Gegebenheiten heraus“ gelegt. Es sind demnach keine bzw. äußerst geringe Veränderungen der natürlichen Gegebenheiten notwendig (bei nur zwei Geräten ist eine Veränderung der Bodenverhältnisse aufgrund der Fallhöhe erforderlich (Rindenmulchaufschüttung); nur ein einziger Baum muss gefällt werden (um die Fallweite eines Spielgerätes zu gewährleisten) und die im Boden zu verankernde Spielgeräte sind an dafür geeigneten Plätze geplant worden).

Beinahe alle Spielgeräte wurden selbst entwickelt und sind den örtlichen Bedingungen direkt angepasst. Somit kommt es zu keiner Beeinträchtigung des natürlichen Waldbildes und die ökologischen Vorgänge werden nicht gestört.  Besonderer Wert wurde auch auf eine vielfältige Bespielbarkeit der Geräte und Stationen gelegt, die zusätzlich Attribute der Natur: veränderbar, prozessorientiert in sich aufgreift  und das breite Erfahrungsfeld für Kinder und Jugendliche in und mit der Natur aufzeigt. 

 

Diese Besonderheit des Weges soll Akzente setzen im Bereich der Spielplatzplanung bzw. der Planung von Erlebniswelten.

Nicht das „Überstülpen“ von extern entwickelten, in sich geschlossenen und einseitig gerichteten „Erlebniswelten“ in einen Raum hinein kann die kreative Kinderwelt und ihre Erfahrungsfelder treffen und fördern. Vielmehr geht ein Erkennen und Aufgreifen von vorhandene Ressourcen und Möglichkeiten in der Planung bereits den Weg, den ein Kind im Spiel auch geht: die Möglichkeiten meiner nahen Umgebung in meine Phantasiewelten einbauen bzw. daraus neue Spielideen entwickeln und damit neue individuelle Erfahrungsfelder schaffen. Wichtig ist es Anleitungen und Hilfestellung für Kinder zu entwickeln, damit sie sich in einem direkten Kontext mit der Natur erleben können, damit sie die Besonderheiten der Natur erkennen lernen, vielleicht dabei ganz ungewöhnliche  und für sie neue Erfahrungswege beschreiten lernen, Zugänge zur Komplexität der Natur erahnen und begreifen können , ...

 

Die Planung von Kinder-Erlebniswelten oder Spielbereichen soll nicht einem „zu absolvierenden Parkour“ ähneln der die Spielwelt des Kindes in eine Richtung lenkt und „linear fortschreitet“, sondern soll Möglichkeiten aufzeigen und Anregungen bieten mit den örtlichen  Gegebenheiten zu gestalten, neue Spielmöglichkeiten zu entdecken, Ungewöhnliches ins Spiel einfließen zu lassen, die Kleinigkeiten und Schönheiten meiner direkten Umgebung zu entdecken, die Veränderung der Natur zu beobachten, ...

Die Gestaltung mit diesen Planungsansprüchen bedeutet erst: den Kindern naturnahes Erleben zu ermöglichen und ihnen Erfahrungswelten zu bieten, die in direktem Zusammenhang mit ihrer Umgebung stehen und sie in ihren individuellen Entwicklungsbedürfnissen unterstützen.

 

Identifikation mit dem Projekt

 

Durch die Entwicklung des Weges aus kindlichen Ideen und Vorstellungen heraus und die spätere Ausgestaltung und Erweiterung des Weges durch die Kinder selbst,  soll eine höchst mögliche Identifikation mit dem Weg seitens der Kinder garantiert werden!

 

Ein wichtiger Aspekt der Planung war das kindliche Verständnis von Erleben und Erfahren als Ideengrundlage heranzuziehen und sie zusätzlich in die spätere Herstellung und Gestaltung des Weges („Kicha-Tage“: Kinderkreativ-Workshop) einzubinden. Die Entwicklung der Geräte und Stationen der Projektplanung basiert auf Ideen der örtlichen Kinder, die zeichnerisch ein 60m langes Papierband mit ihrer Vorstellungen von einem „Weg für Kinder“ gestalteten. Diese Ideen der Kinder und ihr Verständnis von Erleben und Gestalten und nicht eine Vorstellung von Erwachsenen, was für Kinder „Erleben und Gestalten“ bedeutet, bilden den Grundstock des Weges!

Wie die einzelnen Stationen schließlich im Detail aussehen werden, bestimmen die Kinder wiederum selber im Rahmen der „Kicha-Tage“: (Kinderkreativ-Workshop zur Fertigstellung und jährlichen Neuaktivierung bzw. Erweiterung des Weges) z. B.: Bemalung einzelner Geräte, Geschichten für die Märchenstationen, ergänzende Gestaltungselemente für verschiedene Wegbereiche ...  (s. unten).

 

Wie sie der zeitlichen Planung entnehmen können, wird die Umsetzung bzw. Bauphase des Projektes durch die örtliche Bevölkerung (Mobilisierung über Vereine, Bildungseinrichtungen, Gewerbebetriebe,...) übernommen. (Mit den Vereinsvorständen, Vertretern der Bildungseinrichtungen wurde bereits über das Projekt und die Umsetzungspläne Rücksprache gehalten!) Die Baupläne für Geräte oder Stationen, die den Bevölkerungsgruppen (s. o.) übergeben werden, lassen durchaus Spielraum für individuelle Gestaltungsideen oder für  Umsetzungsmöglichkeiten im Hinblick auf eine optimale Einbindung in den Naturraum und bieten dadurch einerseits die Möglichkeit auch aktiv an diesem Weg Mitzugestalten und zusätzlich sich mit dem Naturraum intensiv auseinander zu setzen.

Aufgrund der Einbindung weiter Bevölkerungsteile und die Mitgestaltungsmöglichkeiten dieser auch im Hinblick auf die Einbindung der Geräte und Stationen in den Naturraum ist eine Bewusstseinsbildung zur  Wertschätzung und Erhaltung der Natur dieser Region zu erwarten.

 

Diese gemeinsame Bauphase und die spätere Übernahme von Patenschaften für einzelne Geräte oder Stationen von der Bevölkerung sichert erstens eine hohe Identifikation mit dem Projekt, zweitens stellt es die Erhaltung und Pflege über Jahre sicher und drittens ist es als herausragende und vorbildlich wirkende Mobilisierung lokaler Kräfte und Ressourcen zur gemeinsamen Gestaltung und Erhaltung unserer direkten Umwelt und Natur, und zur Förderung unserer Kinder zu betrachten!

 

Erhaltung und Nutzung der Anlage:

„Kicha-Tage“ und „Patenschaften für Geräte oder Stationen“

 

Jedes Frühjahr wird dieser Kinderkreativworkshop „Kicha-Tage“ stattfinden. Der Workshop dient als Initationsphase für die erneute Gestaltung, Pflege, Erweiterung und Bewerbung des Weges.

 

Diese „Kicha-Tage“ beinhalten parallel zu dem Angebot für Kinder den Weg auch aktiv mitzugestallten (s. o.), die Wiederaufstellung der Geräte (soweit notwendig), Wartungs- und Pflegearbeiten seitens der Vereine bzw. Patenträger von Geräten und Stationen (Vereine oder Privatpersonen können für ihre gebauten Geräte oder Stationen Patenschaften übernehmen und dadurch auch Raum zur Präsentation des Vereines erhalten) ...

Die örtlichen Bildungseinrichtungen werden die Initiierung und Gestaltung der „Kicha-Tage“ gemeinsam mit dem örtlichen Jugendverein (mit-)tragen z. B.:Terminplanung, Werbung, Betreuung der Kinder durch die Jugendlichen und Lehrpersonen, gemeinsamer Ideengeneration und Gestaltung des „Kinderkreativ-Workshops“, neue Themenschwerpunktsetzungen, Erweiterungen des Handbuches zur bildungsrelevanten Nutzung des Weges (verschieden Themenbereiche wie Umwelt- und Naturschutz, Kreislauf des Lebens, Wasser – Wasserwege und Reinigung, Waldpflege, Waldboden und Planzenwelt, ...) Die themenbezogenen Stationen können auf vielerlei Weise in ihrem Kontext erweitert werden!

 

Neben der individuellen Nutzung des Weges von Einzelpersonen, Familien, Kindergruppen aus regionalen oder überregionalen Gebieten, sowie aus städtischen Regionen ist

 

eine weitere Besonderheit des Weges: Die vielfältigen Nutzbarkeit für unsere Bildungsbeauftragten! Der Weg bietet für sie breitgefächerte Möglichkeiten und Hilfestellungen inhaltliche oder pädagogische Ziele auf eine neue intensive  Weise in und mit der Natur umzusetzen und dadurch gleichzeitig Umwelt- und Naturbewusstsein zu vermitteln.

 

Um diese bildungsrelevante Nutzung (Schulische Umsetzung, einfache Zugänge sowie erweiternde Einblicke in  die Vorgänge der Natur und ihre Bedeutung für den Menschen...) des Weges zu fördern, wird eine Arbeitsmappe seitens der Volkschule bzw. des Kindergartens des Ortes initiiert, die Planungen und Ideen von möglichen Lerneinheiten für Kinder und Jugendliche themenorientiert und den Stationen des Weges zugeordnet beinhalten werden. Das Ziel ist ein Handbuch zu gestalten, das die vielfältige Benutzbarkeit für Bildungsbeauftragte deutlich macht und bereits mögliche Stundenplanungen mit Arbeitshinweisen, Unterlagen,... zur Verfügung stellt und zur Ergänzung einladet!

 

Beweggründe für die Planung aus persönlicher Sicht

 

Die Vorgeschichte wie ich zu diesem Projekt  „Wald der Kinder“ gekommen bin,  liegt eigentlich in meinem ursprünglichen Bestreben einen Kreativworkshop für Kinder in meiner Heimatgemeinde zu gestalten, verankert. Mit dieser Idee ging ich auf die Gemeinde um Rahmenbedingungen abzuklären und dabei wurde an mich die Möglichkeit der Gestaltung eines Erlebnisweges für Kinder herangetragen.

 

Für mich stellte die Planung eines Kindererlebnisweges eine große Herausforderung dar, einerseits aufgrund der Vielfältigkeit der zu Berücksichtigenden Aspekte einer solchen Planung (Naturräumliche und landschaftsökologische Voraussetzungen und Ressourcen, Regionalentwicklungskriterien, Pädagogische und psychologische Aspekte der kindlichen Entwicklung und Förderung, kreative Entwicklung von Spielgeräten und die Rahmenbedingungen für die Umsetzung dieser, ...) andererseits konnte ich dabei eine Verbindung meiner Ausbildungsschwerpunkte außeruniversitär erzielen und diese auf eine sehr interessante Weise umsetzen und dabei die Regionalentwicklung der Region mitgestalten.

 

Weiters haben mich auch einige persönliche Erfahrungen zu der Planung dieses Weges bewogen.

Persönliche Erinnerungen an meine Kindheit am Bauernhof nahe dem Wald und die Beobachtung von Antonia (Tochter meines Lebensgefährten, welche ihre ersten 2 Lebensjahre ausschließlich in der Stadt Wien verbrachte), die sich an die Bewegungsfreiheit am Land und der damit verbundenen Möglichkeiten erst langsam und vorsichtig herantastete (unebenes Gelände bedeutete Angst zu gehen, Schmutz an den Händen musste sofort entfernt werden, Naturmaterialien kreativ als Spielmaterialien einzusetzen war ungewöhnlich, ... ) zeigten mir die Wichtigkeit und die entwicklungspsychologische Bedeutung von der Natur für Kinder (auch für „Landkinder“ ist teilweise das kreative Spiel in und mit der Natur nicht mehr selbstverständlich!).

 

Die historische Entwicklung unserer Gesellschaft (Arbeitsteilung) lässt Zusammenhänge für Kinder oftmals nicht mehr nachvollziehen, die räumliche Wahrnehmung verläuft teilweise „inselhaft“, Spielgeräte sind oftmals nicht für vielseitige Benützung ausgerichtet und unterbinden damit den kreativen Aspekt des Spieles...  

 

Weiters werde ich als Lehrerin im sozialen Jugendbereich immer wieder mit körperlichen, intellektuellen oder sozialen Defiziten von Kindern und Jugendlichen konfrontiert, die sich in späteren Entwicklungsphasen nicht mehr oder nur sehr schwierig beheben lassen und oftmals massive Auswirkungen auf die Persönlichkeit und die Lebenssituation der Kinder und Jugendlichen haben. Oftmals hätten frühe Förderansätze zu einer Vermeidung oder zumindest zu einer Abschwächung der Defizite geführt. Rahmenbedingungen zu einer intensiven Eigen- und Fremdwahrnehmung zu gestalten und damit Möglichkeiten zu schaffen relativ früh Förderimpulse zu setzen, war ein starker Motor meinerseits, der sich aus diesen persönlichen Erfahrungen ergab...

                                                                                               

                                   

 

 

 

 

Pohn Margit

Mit Dank an all jene die mich auf unterschiedlichste Weise unterstützt haben!!